axanta stellt vor: IfM-Studie zum nachhaltigen Beschäftigungsbeitrag von KMU

Der Mittelstand ist ein wichtiger Jobmotor in Deutschland. Dieses Fazit zieht die Studie „Der nachhaltige Beschäftigungsbeitrag von KMU – Eine sektorale Analyse unter besonderer Berücksichtigung der FuE- und wissensintensiven Wirtschaftszweige“ von Eva May-Strobl und Ljuba Haunschild. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM).

Studie bestätigt Gültigkeit der Mittelstandshypothese

Jeder zweite sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige ist in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt oder konnte dort seit 2001 eine Anstellung finden. Zu diesem Ergebnis kommt das IfM in oben genannter Studie. Damit trägt der Mittelstand erheblich zu einer positiven Beschäftigungsentwicklung bei. Und nicht nur das: Kleine und mittelständische Unternehmen bieten außerdem sichere Beschäftigungsverhältnisse in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die Untersuchung des IfM stützt die sogenannte Mittelstandshypothese. Diese geht davon aus, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) einen überproportional hohen Beitrag zur Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze leisten. Außerdem wird von einer höheren Beschäftigungsdynamik im Vergleich zu Großunternehmen ausgegangen.

Studie - Januar2014

In der letzten Dekade (2001-2009) waren es in der Tat ausnahmslos KMU, die für einen Nettozuwachs sozialversicherungspflichtig Beschäftigter sorgten. Im Vergleich haben Großunternehmen im selben Zeitraum Arbeitsplätze verloren. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch den Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Die Überlegenheit der Arbeitsmarktpolitik kleiner und mittelständischer Unternehmen bestätigte sich für alle im Rahmen der Studie untersuchten Sektoren, darunter wissensintensive Wirtschaftszweige oder FuE (Forschung und Entwicklung). Die Mittelstandshypothese wird vor allem von der beschäftigungspolitischen Bedeutung der Kleinstunternehmen gestützt – und hier besonders von Neugründungen.

Kleine und mittelständische Unternehmen: flexible Arbeitsmarktdynamik

Modernisierung und ständiger Wandel sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Wirtschaft. KMU liefern hierzu aufgrund ihrer Flexibilität einen wichtigen Beitrag. Diese Anpassungsfähigkeit zeigt sich auch in der Beschäftigungsdynamik. Für verlorengegangene Arbeitsplätze werden dank neu gegründeter und expandierender KMU weitaus mehr neue Arbeitsplätze geschaffen.

Nicht zuletzt ist auch der konjunkturelle Einfluss auf die Arbeitsmarktentwicklung bei KMU weniger groß als bei Großunternehmen. So machte sich 2008/2009 der globale Wirtschaftseinbruch bei Großunternehmen stärker bemerkbar.

Eva May-Strobl und Ljuba Haunschild berufen sich für ihre Untersuchungen hauptsächlich auf das Umsatzsteuerpanel 2001–2009. Hierbei handelt es sich um einen Mikrodatensatz, der sich auf die jährliche Umsatzsteuerstatistik stützt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.