axanta AG–Serie: Was ist zu beachten bei der Regelung Ihrer Unternehmensnachfolge?

Teil (VI) – Formen der Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge ist nicht gleich Unternehmensnachfolge. Es existieren verschiedene Formen der Unternehmensübertragung, die alle ihre ganz eigenen Charakteristika haben. Die axanta AG stellt hier einige der wichtigsten Varianten vor. Es wird erläutert, worauf bei der Übernahme geachtet werden muss und für wen die jeweilige Übertragungsform in Frage kommt.

Management Buy-In

Beim Management Buy-In (MBI) handelt es sich um eine externe Nachfolgelösung durch den Verkauf des Unternehmens. Ein Management kauft sich in die Firma ein. Ein MBI kann zum Beispiel stattfinden, wenn es familienintern oder im Kreise der Eigentümer keinen passenden Nachfolger gibt und auch im Unternehmen selbst kein Mitarbeiter für eine Nachfolge in Frage kommt. Dann bleibt mit dem MBI nur der Verkauf an Dritte außerhalb des Unternehmens.

Management Buy-Out

Im Gegensatz zum MBI ist das Management-Buy-Out (MBO) eine interne Nachfolgelösung, bei dem das Unternehmen an das eigene Management verkauft wird. Klassischerweise, indem die Eigentümer die Geschäftsanteile an die Geschäftsführer oder den Vorstand veräußern.

Asset-Deal vs. Share-Deal

Wenn bei einer Unternehmensübernahme einzelne Wirtschaftsgüter erworben bzw. veräußert werden, spricht man von einem Asset-Deal. Welche Güter erworben werden können, ist genau festgelegt, damit keine versteckten Verbindlichkeiten mit übernommen werden. Ausgeschlossen sind auch alle Güter, die im Unternehmen Verwendung finden, aber Gesellschaftereigentum sind. Ein Unternehmensverkauf bzw. -ankauf als Asset-Deal ist in der Regel sehr zeitaufwendig, da eine Menge Zustimmungen und Genehmigungen eingeholt werden müssen.

Anders als beim Asset-Deal werden beim Share-Deal keine Güter, sondern Geschäftsanteile erworben bzw. veräußert. Dies können Gesellschaftsanteile, Aktien, GmbH-Anteile oder Anteile an einer Personengesellschaft sein. Im Rahmen eines Share-Deals wird ein Übertragungs- und Kaufvertrag abgeschlossen, der auch die Risiken aufführt, die der Verkäufer oder Käufer zu tragen hat.

Unternehmensbeteiligung

Bei einer Unternehmensbeteiligung kauft ein Kapitalgeber Anteile eines Unternehmens. Der Erwerber der Beteiligung wird je nach Unternehmensform unterschiedlich bezeichnet. Wer sich an einer Genossenschaft beteiligt, wird Genosse und ein Aktienkäufer wird zum Aktionär. Man unterscheidet zwischen stillen und aktiven Gesellschaftern. Bei einer stillen Beteiligung wird lediglich Kapital zur Verfügung gestellt und der Investor erhält umgekehrt seinen Anteil am Unternehmenserfolg. Bei der aktiven Beteiligung engagiert sich der Kapitalgeber hingegen auch operativ im Unternehmen und hat ein Mitspracherecht.

Weiteren Formen der Unternehmensnachfolge widmet sich die axanta AG in einer der nächsten Folgen der Reihe.

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