axanta-Serie: Was ist zu beachten bei der Regelung Ihrer Unternehmensnachfolge? Teil (V) – Unternehmenswert ermitteln

Der Unternehmenswert spielt bei den Kaufpreisverhandlungen eine bedeutsame Rolle. Es ist wichtig, ihn exakt zu ermitteln, denn die Kaufpreisvorstellungen von Alteigentümer und Unternehmer sind häufig auch an emotionale Faktoren gekoppelt. Ein überhöhter Kaufpreis kann außerdem zu wirtschaftlichen Problemen bis hin zur Insolvenz nach der Unternehmensübergabe führen.

Die Beurteilung des Unternehmenswertes ist also eine Angelegenheit, die äußerst sorgfältig und für beide Seiten nachvollziehbar vorgenommen werden muss. Es sollte zudem immer ein externer Profi hinzugezogen werden – sei es ein Gutachter, ein Wirtschaftsprüfer oder ein Berater wie die axanta.

axanta informiert: Warum sich der Methodenmix durchgesetzt hat

axanta AG: So bleiben Verkäufer und Käufer auf einem Kurs
axanta AG: So bleiben Verkäufer und Käufer auf einem Kurs

Es gibt verschiedene Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes. Die in Deutschland gängigsten Methoden sind das Substanzwertverfahren, das Multiplikatorverfahren sowie ertragswertorientierte Verfahren. Der kleinere Mittelstand setzt auf einen Mix gängiger Methoden. Der Grund: Zur Durchführung eines einzelnen Verfahrens sind bei kleineren Unternehmen meistens nicht genügend Informationen vorhanden. Der Methodenmix hat sich hier als marktnahe Lösung etabliert. Die axanta stellt hier die drei oben genannten Methoden einmal genauer vor: Ertragswertorientierte Verfahren:Bei ertragswertorientierten Verfahren stehen die zukünftigen Erträge des Unternehmens im Fokus. Diese Methoden haben vor allem dann eine große Bedeutung, wenn der Käufer ein Darlehen aufnimmt. Wird der Kaufpreis in Form zukünftiger Gewinne „verzinst“, bietet das den Banken die Sicherheit, dass das Darlehen inklusive Zinsen auch zurückgezahlt werden kann. Eine der Ertragswertmethoden ist das Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Grundlage sind hier nicht die zukünftigen Erträge, sondern der abgezinste Cash-Flow. Das Verfahren wird hauptsächlich bei großen, börsennotierten Unternehmen angewendet und spielt im kleineren Mittelstand kaum eine Rolle.

Substanzwertverfahren:

Mit dieser Methode wird der aktuelle Wert des Unternehmens ermittelt, also dessen Substanz. Diese ergibt sich aus dem Wert von Unternehmensgegenständen. Hierzu zählen zum Beispiel Arbeitsgeräte und Maschinen oder Grundstücke. Aber auch der Marktwert oder Liquidationswert wird bewertet. Das Verfahren alleine ist für die Kaufpreisfindung nicht aussagekräftig genug und wird deshalb meistens in Kombination mit einem Ertragswertverfahren angewendet.

Multiplikatorverfahren

Das Multiplikatorverfahren bezieht sich auf das operative Betriebsergebnis – also auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax, EBIT). Der EBIT-Wert wird mit einem Durchschnittsfaktor multipliziert, der sich aus bereits abgewickelten Verkäufen ähnlicher Unternehmen ergibt. Bei kleineren Unternehmen ist es problematisch, dass über erfolgte Verkäufe keine ausreichenden Dokumente vorhanden sind.

Udo Goetz, Vorstand der axanta, geht in einem Gastartikel für das Unternehmermagazin genauer auf den Methodenmix ein. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.axanta-unternehmensnachfolge.de/axanta-ag-vorstand-udo-goetz-ueber-methoden-der-unternehmensbewertung/

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